Ein Tag eines Tierschützers und weitere Alltags Geschichten
Der ganz normale Tag eine Tierschützers
6.00 Uhr
Der Wecker klingelt nach kurzer Nacht, Augen halb auf und aufs Handy schauen – wie jeden Morgen schon wieder x- Nachrichten (manchmal bis zu 40 Stück pro Handy), nur von wenigen Stunden in der Nacht.
6.05 Uhr
Alle Müdigkeit zum trotz – Aufstehen – der Kaffeemaschine einen liebevollen Schubs geben um nach der Toilette wach zu werden.
Vom Klo aus die Wäsche in der Maschine wechseln...
6.07 Uhr
Zurück vom Klo und feststellen die Kaffeemaschine mag einem heute Morgen wieder nicht – Behälter leeren – okee jetzt aber Kaffee – nix da Madamme möchte auch noch Wasser und Bohnen – Mist gestern Abend in der Müdigkeit wieder vergessen aufzufüllen…
6.12 Uhr
Endlich… Kaffee… des Tierschützers Lebenselixier
Nun kommt auch Leben in den Hundeunterstand, die ersten wollen am Küchenfenster begrüsst werden.
6.15 Uhr
Das Handy klingelt – nächster Blick darauf – schon wieder x Nachrichten gekommen.
Hund in Not – könnt ihr helfen?
Hund muss da raus – könnt ihr ihn aufnehmen?
Probleme mit dem Rudel – könnt ihr und Tipps geben?
Unser Hund hat gebissen – was sollen wir tun?
Etc. Etc. Etc…
6.25 Uhr
Kaffee leer – Nachschub – Kopf ist noch im Dusselmodus
6.27 Uhr
Erste Nachrichten beantworten, erste Worte wechseln – Tag besprechen – es ist viel zu tun.
Nachrichten werden besprochen – wo kann man wie helfen.
6.30 Uhr
Draussen geht das erste Heulkonzert los, der Hof erwacht in der Morgendämmerung.
Die Hunde und auch die Pferde und Ziegen melden, dass sie wach und bereit für einen neuen Tag sind.
6.40 Uhr
Sprachnachricht kommt rein, dringend, Hund ist vor Ort nicht mehr händelbar – ihr seid die einzigen die mir einfallen.
Kaum abgehört klingelt auch schon das Telefon – bitte helft
6.50 Uhr
Situation angehört – Kopf rattert schon – wir besprechen welche Möglichkeiten wir haben und rufen später zurück.
In der Zwischenzeit, wieder ein Anruf, wir rufen zurück – im Dorf streunert seit Tagen ein Hund herum – bitte kümmern.
7.00 Uhr
Tagesplanung ist schon wieder über den Haufen geworfen – also umdisponieren.
Flexibel sein ist das Zauberwort….
Kaffeenachschub – langsam kehrt Leben in den Kopf zurück
7.10 Uhr
Freunde kündigen sich an, müssen einkaufen – braucht ihr auch was?
Kühlschrank checken, Schränke checken – Liste durchgeben – Gott sei Dank, wir müssen nicht noch raus fahren zum einkaufen.
7.15 Uhr
20 Nachrichten beantwortet – 5 Telefonate geführt – Tagesplanung gemacht und wieder verworfen – Mailkonten warten auch noch auf Kontrolle und Antworten.
7.30 Uhr
Kurz besprochen – das Wichtigste zuerst – raus
Das Innenhof Rudel begrüsst einem erwartungsvoll – also einmal Begrüssungsrunde und Kontrollrunde über den ganzen Hof ob es allen gut geht und Wasserkontrolle.
Den Pferden und Ziegen Heu bringen und kurze Streicheleinheiten verteilen, Kontrollblick ob alle in Ordnung sind.
Als erstes die Einer- und Zweierkennel putzen – wo ist die verflixte Schubkarre?
Handy klingelt – schreibe Nachricht – melde mich nacher zurück wenns nicht super dringend ist.
Nach dem Kennel putzen auch gleich wieder alle Decken aufschütteln, Wasserbecken reinigen und füllen – Streicheleinheiten nicht vergessen und dabei Krallen- Ohren und allgemeine Kontrolle bei den Hunden.
Handy klingelt – melde mich gleich…..
Im Innenhof haben die Hunde die Decken aus dem Unterstand geholt – also wieder rein damit
Irgendwo hatten sie ein Stofftier versteckt – dessen Innereien nun auf dem ganzen Hof verteilt sind… Rechen, wo ist der Rechen vom Innenhof – irgendein Hund hat ihn aus der Tonne geholt und ans andere Ende vom Hof geschleppt...
Schubkarre leeren – Fehltritt – verd***t – die Hunde haben ein neues Loch gebuddelt – gleich zuschütten
Handy klingelt…
6 Kennel geputzt – Wasser am füllen – Kontrollgang gemacht – Hütten geordnet – Morgen Medikamente verteilt
9.00 Uhr
kurze Kaffeepause zum die dringendsten Anrufe beantworten
Nächste Anfragen und Hilferufe.
Waschmaschine «piepst» und will neue Wäsche...
9.15 Uhr
4 – beinige Alarmanlage geht los – Auto fährt vor – Hundebesitzer aus der Nachbarschaft sucht seinen Hund – leider ist er nicht bei uns aber wir werden ausschau halten.
Handy klingelt – Anfrage aus Amerika – Pit Bull – hochaggressiv…. Nein, tut uns leid, wir können nicht allen helfen.
9.30 Uhr
Schon wieder ne halbe Stunde rum – raus weiter putzen
Anlagen säubern – Unterstände ordnen – frische Decken und Stroh rein – es ist kalt – die Finger schon wieder halb gefroren
Es fängt an zu schneien – die Hunde verziehen sich in die Unterstände – ach würde mich gerne dazu kuscheln aber...
Handy klingelt…
Paten wünschen sich neue Fotos.
Abwassergrube kontrollieren – voll – Pumpe springt nicht selber an – richten – fixieren – 30 Min rum
11.30 Uhr
Nachbarn rufen an – sind gleich mit den Einkäufen da
Rein Kaffee vorbereiten – oh bald Mittag was essen wäre cool…
12.30 Uhr
Einkäufe weggeräumt – Nachbarn verabschiedet - Handy klingelt…
Der Trockner meckert dass die Wäsche fertig ist – schnell gewechselt
Draussen geht die 4 – beinige Alarmanlage – Hund hat sich rausgebuddelt – also wieder rein, Buddelloch zugeschaufelt und Baumatten als Buddelschutz eigebuddelt.
13.00 Uhr
der Magen knurrt, essen wäre toll – Handy klingelt – 9! Staffs in Not, alles Einzelkandidaten – nein, keine Chance, tut uns leid – Gedanken an diese Hunde schnell wieder verdrängen.
Draussen wirds unruhig – gemecker und gebell – 2 streiten sich um die selbe Hütte – also managen und schlichten – es hat genug Hütten
13.30 Uhr
Spontaner Besuch mit Spenden – mist wollten gleich ins Dorf zwecks Einsatz für einen Hund – anrufen, kommen später - Innenhof Hunde in ihre Futterboxen damit das Auto rein fahren kann
Ausladen – kurze Gespräche – Rundgang über den Hof - Kaffee anbieten
Zack 1 Stunde rum.
Es warten noch Aufräumarbeiten, Reparaturen, Füttern, sich mit den Hunden intensiv beschäftigen, Haus putzen, Wäsche waschen und die Abwasserleitungen schreien schon wieder nach «entstopfung»...
14.30 Uhr
Ins Dorf um dem streunenden Hund zu helfen – gesichert und Besitzer ausfindig gemacht - man kann mit Futter unterstützen und überbrücken, Gott sei Dank – Kastration wird veranlasst.
Wenn etwas sein sollte bitte bei uns melden.
16.00 Uhr
Wieder zurück – Hunde füttern
Waschmaschine und Trockner meckern schon wieder.
Was passiert wohl mit den 9 Staffs? - nein nicht darüber nachdenken...
17.00 Uhr
Etwas essen wäre immer noch toll – Handy klingelt….
Verpasste Anrufe und Nachrichten beantworten.
17.30 Uhr
Ausgiebige Runde bei den Hunden – Einzelarbeit – kuscheln – Ganzkörper kontrollen durchführen – Medikamente verteilen – Den Pferden und Ziegen nochmals Heu auffüllen – Es wird schon wieder dunkel...
Handy klingelt….
19.00 Uhr
PC Arbeit anfangen – was essen wir heute eigentlich?
Moment, Wäsche will gewechselt werden.
7 Telefonate führen – Tierschutzfreundin braucht medizinisches Material, hat nichts mehr – ja klar komm vorbei wir helfen aus.
Material bereitlegen
X Nachrichten beantworten.
Kurzer Schwatz mit der Tierschutzfreundin – hast du noch Platz – nein auch voll, kann nichts mehr aufnehmen und hat täglich x Anfragen – es ist überall eine Katastrophe
20.30 Uhr
Es ist kalt hier drinn – mist vergessen einzufeuern – jetzt aber schnell
Essen? - ja komm Tiefkühlpizza muss es heute tun – schnell noch nen Salat dazu geschnibbelt – Handy klingelt – Hund gefunden – lässt sich nicht einfangen
Ein kurzer Blick auf die Pizza – die muss warten – losfahren
21.00 Uhr
Einsatzort nach mehrmaligen nachfragen gefunden – Hund ist da – läuft zwar nicht weg aber zeigt sein Perlweiss lächeln von der schönsten Seite
Mit gut zureden, Futter und kleiner Überlistung Hund gesichert – jetzt aber ab nach Hause
23.00 Uhr
Zuhause angekommen – Hund erstversorgt – in seine Einzelanlage gebracht – für heute hat er erst mal seine Ruhe, Futter, Wasser und eine warme Hütte
Letzte Kontrollrunde bei allen Hunden.
Noch eine Maschine Wäsche passt rein heute.
23.30 Uhr
Essen – Pizza kalt – egal, rein damit - noch nen Kaffee, es gibt noch einiges zu tun.
Handy klingelt…
24.00 Uhr
PC Arbeit weiterführen
Den Paten Bilder schicken
Kaffee…..
Anfragen beantworten
Homepage aktualisieren
Texte verfassen
Handy klingelt nochmal… schreiben zurück, wir melden uns morgen wenn es nicht absolut dringend ist.
1.30 Uhr
Die Augen fallen beinahe zu, sehe die Buchstaben am Bildschirm nicht mehr...
PC aus
Kurz noch den nächsten Tag überschlagen – um die Planung morgen früh eh wieder über den Haufen zu werfen.
Ne letzte Ladung Wäsche lass ich noch laufen, morgen sind schon die nächsten Decken fällig.
2.00 Uhr
Ins Bett – kurz privates auf dem Handy checken – Licht aus – umdrehen
Nach 30 sek. am wegdösen – Handy surrt – nein, heute nicht mehr - mist den Rückruf vom Morgen für den Hund der nicht händelbar ist verpeilt, sofort morgen früh anrufen…
Die 9 Staffs – nein….
Na wenigstens hat heute nix den Geist aufgegeben, kein Tierarzt nötig, kein Hund vor dem Tor und die Hunde waren sehr ausgeglichen...
3.00 Uhr
Schreck aus dem Bett – Hundegebell der Hölle, was ist da los?
Raus aus dem Bett – Brrr kalt, das Feuer im Ofen ist aus - rein in die Klamotten und mit Taschenlampe raus in die Kälte – es schneit und es geht ein eiskalter Wind...
Hunde bellen alle in die selbe Richtung – also schauen gehen – sehe nix aber höre sie – die Schakale sind auf dem Nebengrundstück und jaulen.
Also alles in Ordnung – Hunde zur Ruhe mahnen, ne kurze Zigarette, abwarten ob es ruhig bleibt und wieder ins warme Bett – hoffentlich haben es die Staffs halbwegs warm – nein, nicht drann denken...
3.30 Uhr
Wenn ich schon wach bin, der schon wieder meckernden Waschmaschine ihren Willen geben und Wäsche wechseln.
Bitte gleich wieder einschlafen…
4.45 Uhr
Die Hunde vermelden lautstark, die Schakale schleichen immer noch ums Grundstück
5.00 Uhr
Bleib ich liegen oder steh ich auf – der Wecker klingelt eh bald – nein heute nicht, ich gönn mir die Stunde noch
Und ja, die Kaffeemaschine wird mich nacher wieder anmeckern...
Leben in der ungarischen Puszta
Tierschutz Alltag in der Ungarischen Puszta
Da euch unser Rudelhaltungs Text so gut gefallen hat und auch immer mal Fragen zu verschiedenen Dingen kommen, haben wir uns überlegt, mal über einige Themen ein wenig zu berichten.
Es ist nicht immer ausschliesslich Hunde bezogen, betrifft die Hunde aber immer, mindestens, indirekt.
Heute mal Thema Wasser- und Stromversorgung
Viele von euch, haben letzten Sommer das, ja man kann es nicht anders nennen, Drama mit bekommen als unsere Wasserpumpe ausgefallen ist.
Auch nur dank euch, konnte dieser Super GAU innert 36 Stunden behoben werden.
Über 40 Grad und KEIN Wasser, für damals um die 100+ Hunde, 7 Ziegen und die Ponys.
Wir sind hier nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen, wir fördern unser gesamtes Wasser, für Tier und Mensch, per elektrischer Wasserpumpe aus einem Brunnen mit unbekannter Tiefe.
Heisst -> ohne Wasserpumpe kein Wasser, -> ohne Strom kein Wasser.
Wir haben auf dem Grundstück zwar einen weiteren Brunnen, der aktuell jedoch nicht benutzt ist. Diesen Brunnen möchten wir in Zukunft jedoch aktivieren mit einer ordentlichen Handpumpe, um jederzeit Wasser zu haben.
Eine kleine Handpumpe ist zwar vorhanden, diese reicht jedoch, aufgrund des so stark gesunkenen Grundwasserspielgels, nicht mehr aus, das Wasser hoch zu fördern.
In jedem Ungarischen Dorf gibt es auch öffentliche Trinkwasserbrunnen, an welchen, "in Haushaltsüblichen Mengen" gratis Wasser geholt werden darf.
Naja, mit aktuell 130 Hunden, schwierig. Zur Not für 1-2 Tage vielleicht noch machbar aber dann machen wir den ganzen Tag nichts anderes als Wasser im Dorf zu holen.
Allein der Sprit fürs Auto ist oft nicht vorhanden um X-mal ins Dorf fahren zu können. Denn es muss IMMER min. bis zum Tierarzt reichen.
Und wenn, wie letztes Jahr, die Wasserpumpe ausfällt, muss zeitgleich diese ja auch noch ausgetauscht, repariert oder was immer, werden.
Wir haben zwar auch 2 IBC Tanks, wobei man gerade im Sommer höllisch aufpassen muss, dass das Wasser nicht kippt und die Menge dieser reicht genau 1 Tag.
Ebenso das Thema Strom.
Die extrem hohe Stromrechnung monatlich, lassen wir mal aussen vor.
Das Stromnetz hier ist relativ anfällig und wir haben regelmässig (2 - x mal/Monat) Stromausfälle von verschiedenster Dauer.
Da wir in der Puszta leben, 2/3 unseres Haupt Grundstücks liegt im Wald, laufen die Stromleitungen rundherum durch die Wälder.
Das einzige was Wald- und Grundstücksbesitzer verpflichtet sind, ist dafür zu sorgen das keine Äste die Stromleitungen berühren.
Sprich es stehen in unmittelbarer Nähe der Leitungen, viele Bäume.
Wir müssen also beim kleinsten "Sturm", Gewitter, stärkerer Regen, jederzeit mit Stomausfällen rechnen.
Diese dauern oft mehrere Stunden (erst letztens ca. 14 Std. die Nachbarn gar 2 Tage), bis das Problem behoben ist, da auch die Techniker sich erst durch die Sandwege schlagen müssen, bei manchmal echt üblem und dann auch gefährlichem Wetter.
Und auch dann muss immer wieder mit Ausfällen gerechnet werden.
Da betreiben wir eine kleine Vorsorge, wir haben immer und jederzeit, 5 grosse, geladene Stablampen sowie Stirnlampen griff bereit.
Ist Sturm und Gewitter angesagt, werden nochmal alle Wasserbecken, die IBC Tanks und die Badewanne komplett mit Wasser gefüllt.
Ebenso wird vorsorglich Wasser aufgekocht und in die Thermoskannen gefüllt für den Morgenkaffee.
Handys werden geladen, Powerbanks werden auch nochmal geladen, ebenso Reserve Akkus für Werkzeuge.
Die Kettensäge getankt, die Axt und der kleine Generator steht auch griffbereit.
Dieser schafft leider die neue Wasserpumpe nicht.
Wobei auch da immer Sprit vorhanden sein muss, damit er uns auch etwas nutzt. Was nicht immer möglich ist.
Schaufeln müssen auch immer in der Nähe sein, um bei Starkregen, Wasserrinnen ziehen und das Wasser von den Hunden weg leiten zu können, wenn nötig.
Wenn unser Sandboden den wir überall haben, komplett durch getrocknet ist, braucht es eine ganze Weile bis er Wasser aufnehmen kann.
Unwetter Nächte sind immer schlaflose Nächte, weil immer etwas passieren kann.
Solange das Wetter sich nicht beruhigt schlafen wir auch nicht.
Die grösste Angst, ist immer, dass ein Baum auf irgendwelche Zäune oder Hütten stürzt.
Wir kontrollieren die Bäume immer wieder um solche, die Umsturz gefährdet sind, fällen zu können. Aber eine Garantie hat man nie.
Mit den Hunden, hier im Puszta Wald zu leben hat Vor-und Nachteile, einen Teil der Nachteile habt ihr jetzt hier lesen können.
Der Vorteil und der überwiegt deutlich, ist der Schatten und die Kühlung welcher der Wald bietet.
Wenn es Sommer wie letztes Jahr gibt, über Wochen, ja Monate, kein Regen und immer zwischen 30 und 45 Grad, ist dieser Wald quasi die Rettung.
Ihr seht, wir müssen auch immer auf äussere Einflüsse extrem achten und vorbereitet sein, denn wenn etwas passiert, ist es schon zu spät.
Wir hoffen, euch auch hiermit, einen kleinen und vielleicht interessanten Einblick gegeben zu haben, in unser Leben mit den Hunden in der wunderschönen ungarischen Puszta.
Auch hier beantworten wir gerne weitere Fragen und sagen danke fürs lesen.
Mittlerweile durften wir ja eine Solaranlage mit Speicher verbauen und sind einiges sicherer was den Strom betrifft.
Rudelhaltung von (schwierigen) Hunden
Da wir immer wieder gefragt werden, ob unsere Hunde denn immer Maulkorb tragen, da viele nicht ganz einfach sind, schreiben wir hier mal einen Beitrag dazu.
Der Maulkorb ist eine berechtigte Frage, gibt dieser vorallem dem Halter, Sicherheit und Ruhe, um mit dem Hund arbeiten zu können.
Wir verzichten hier im Alltag darauf, ist es 1. eher eine zusätzliche Gefahr wenn mehrere Hunde "unbeaufsichtigt" damit laufen.
Was heisst unbeaufsichtigt, damit ist die Zeit gemeint, in der wir nicht im entsprechenden Rudel sind.
Ebenso haben wir hier Natur Anlagen mit Sträuchern, Bäumen, Steinen etc. da kann immer mal einer hängen bleiben.
Darum tragen auch nicht alle Hunde ein Halsband.
Die Hunde sind so vergesellschaftet, dass es zwar zu Diskusionen und Klärungen kommt und es wird auch schon mal laut oder durchaus ernst aber händelbar und kompatiebel sind, Kandidaten welche man absolut nicht alleine mit anderen Hunden lassen kann, sitzen auch alleine.
Unser Grossrudel besteht aktuell, aus Platzgründen, wir haben es lieber kleiner, aus rund 35 Hunden, auf rund 5000m² mit genug Rückzugsmöglichkeiten. Und bevor jetzt alle losschreien, so hat man niemals mehr den Überblick über die Hunde... Doch haben wir, wir kennen die Hunde, wir wissen wie sie sind und sich verhalten, ebenso werden die Hunde täglich beim beobachtet, um zu sehen ob ihre Verdauung in Ordnung ist.
Also sprich, wir wissen wann welcher Hund den flotten Otto hat.
Wir haben neben dem Grossrudel, mehrere Rudel zwischen 3 - 9 Hunde, 2er Päärchen und die Einzelhunde.
Klappt es mit einem Hund in einem Rudel gar nicht, wird umgesetzt.
So nun aber zum managen so vieler Hunde in einem Rudel.
Das eine ist, wir leben 24/7 mit und bei den Hunden, es ist immer jemand da der die Hunde managen kann.
Hier möchte ich (Tanja) mal meiner knapp 18 jährigen Tochter danke sagen und ein Lob aussprechen.
Sie legt hier ein Hundeverständins an den Tag, was ich ihr niemals zugetraut hätte.
Souverän, unvoreingenommen und klar tritt sie hier jedem Hund gegenüber. Bravo meine Kleine, bin unendlich Stolz auf dich.
Wir lassen das Center niemals alleine, ist jemand mal alleine am Hof, ist derjenige ausschliesslich da um die Hunde im Auge zu haben und managen.
Aktuell, von Frühling (März) bis Herbst (September/Oktober) schlafen wir draussen, so ist jederzeit gewährleistet dass wir sofort hören wenn etwas sein sollte.
Im Winter unterstützt uns da die Kamera Überwachung und ein offenes Fenster.
Rudelhaltung in dieser Grösse erfordert ein "Rund um die Uhr" Management, wir fangen nicht um 7.00 an und haben um 17.00 Feierabend, das ist gar nicht möglich.
Uns wiederstrebt aber die Einzelhaltung der sozialen Hunde, also richten wir uns entsprechend der Haltung.
Ebenso haben wir in den Rudeln sehr souveräne Hunde, welche vielleicht mit dem Menschen ihre Differenzen haben/hatten aber dafür mit Hunden souverän und absolut sauber kommunizieren.
Diese sind für uns sehr wertvoll und auch eine Unterstützung, von diesen Hunden können Kandidaten welche die Hundekommunikation nicht so richtig beherrschen sehr viel lernen.
Das sind dann auch Momente welche wir unter Aufsicht laufen lassen.
Denn wir als Mensch können niemals, so exakt und präzise Kommunizieren wie souveräne Hunde selbst.
Und ja, es gibt auch mal die ein oder andere Schramme unter den Hunden aber hatten wir als Kind nicht auch schon die ein oder andere Beule am Kopf, von der Sandkastenschaufel des Nachbarkindes?
Hunde mit einem reinen "Menschenproblem" laufen entsprechend immer in Rudeln.
Dafür haben wir auch schon mal lange Holzstöcke, welche wir als Armverlängerung nutzen um zu splitten, zu korrigieren oder einen Hund auf Abstand zu halten wenn wir nicht wollen, dass er uns z. B. Abschirmen möchte.
Aber auch mit Hunden welche ein explizites Menschenproblem haben, arbeiten wir in 99%der Zeit, ohne Maulkorb, wir reden hier aber von Hunden die töten würden wenn sie könnten/ wir sie lassen würden.
Da muss klare Kommunikation vom ersten Moment an sein und Zeitlebens bleiben.
Unachtsamkeit kann böse enden.
Diese Hunde bleiben eigentlich ihr Leben lang hier und entweder wir lernen uns gegenseitig zu vertrauen und zu respektieren oder wir lassen es.
Denn für einen Hund der nur, dauerhaft x-fach, gesichert von seiner Bezugsperson gehändelt werden kann, ist das hier kein Leben.
Das kann man mit privat Haltung nicht vergleichen.
Da geht es um tägliche Pflege, sauberhalten der Anlage und Sozialkontakte.
Das muss in einem gewissen Rahmen so funktionieren.
Bis jetzt hatten wir auch noch keinen Hund wo das garnicht geklappt hätte.
Wir haben aber auch keinen Zeitdruck bei solchen Hunden, da geht es im Tempo des Hundes.
Solche extremen Hunde werden, anfangs, auch immer von Yannick und mir gemeinsam versorgt.
Sprich einer putzt raus der andere "hütet" die Türe um jederzeit eingreifen zu können.
Was wir allerdings haben, sind Hunde die Sozialkontakte mit Menschen absolut meiden, das sind ehemalige Strassenhunde die mit Menschen einfach nichts zu tun haben wollen. Und die dürfen in grossen Anlagen auch so leben. Ja es gibt Hunde die Menschen überflüssig finden, nicht jeder Hund ist für das Sofa gemacht.
Das ist alles sehr schwierig zu beschreiben, man muss das einfach erleben/leben.
Man lebt für und mit den Hunden.
Wir raten auch jedem Trainer oder privaten Hundehalter, bei Unsicherheit, zum Selbst- und Fremdschutz einen Maulkorb zu nutzen, absolut.
Anmerkung zum Schluss:
Wir wissen dass nicht verwandte Hunde keine "Rudel" in dem Sinne sind, wir nennen es es jetzt einfach mal so.
Wir hoffen, hiermit einen kleinen Einblick in diese Form unserer Haltung gegeben zu haben.
Fragen werden gerne beantwortet, Verallgemeinerungen funktionieren seltenst und unsachliche Anschuldigungen sind unfair.
Vermittlung von Angst- resp. Strassen Hunden
Ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden.
Einige finden, jeder Hund soll ein Zuhause in der Gesellschaft bekommen und wird sich mit Geduld, Liebe und Zeit daran gewöhnen und ankommen.
Wir sagen, Jein und setzen uns damit in die Nesseln.
Da spielen so viele Faktoren mit wie, wo wurde der Hund geboren und wo/wie ist er aufgewachsen, was hat er erlebt und was hat er kennen gelernt.
Ein Hund der auf der Strasse geboren wurde und als Welpe oder auch Junghund noch eingefangen wurde, es "gut" hatte und den Umgang mit Menschen kennengelernt hat, ist sicherlich meist kein Problem.
Auch Hunde die ein "Zuhause" hatten und einfach "nur" schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht hat, kann mit Geduld seiner Bezugsperson, in für den Hund sinnvoller Zeit, wieder vertrauen und sich an ihr orientieren.
Aber davon sprechen wir hier nicht, es geht um Hunde die nur das Strassenleben kennen, auf der Strasse geboren und aufgewachsen, ihr Leben selbstbestimmt in Rudelverbänden auf der Strasse verbracht haben und dann (meist durch Hundefänger) eingefangen und in Shelter /Tötungen verbracht wurden.
Hunde sie sich so verhalten, haben wir aktuell rund 20 hier.
Diese Hunde verhalten sich ganz anders, sie schliessen sich zu einem Rudelverband zusammen, sie orientieren sich an Ihresgleichen. Sie meiden den Menschen und verteidigen vehement ihr Territorium.
Bitte, ja uns ist klar, dass das auch Hunde tun (können) die nicht auf der Strasse gelebt haben aber bei diesen kummulieren sich diese Verhaltensweisen meist sehr intensiv.
Wir haben solche die sofort flüchten wenn wir in die Nähe kommen und 2 fressen sogar nur Nachts wenn keiner von uns sicht- und hörbar ist, die meisten bleiben in sicherer Entfernung sitzen oder stehen und beobachten genau was wir tun. Kommen wir ihnen zu nahe, flüchten sie wieder einige Meter weg.
Das hat aber Monate gedauert bis sie nicht mehr Hals über Kopf flüchten oder uns gar mit perlweiss Lächeln entgegen fliegen.
Und wieder andere (4 von diesen 20) kommen sogar an uns ran beim füttern, lassen sich sogar etwas anfassen und freuen sich auf ihr Futter.
Das sind aber alles Hunde die, wenn wir mehr von ihnen wollten, wie festhalten etc. sofort losbeissen würden und das aufgebaute (mini kleine) Vertrauen sofort wieder zerstört würde.
Das Alter dieser Hunde wurde von Tierärzten geschätzt und liegt zwischen 3 und 10 Jahren.
Nun kann man vielleicht sagen, dass wenn ein 3 jähriger Hund 3 Jahre braucht um in seinem neuen Zuhause vertrauen zu fassen und anzukommen, noch weitere 4-8 Jahre hat die er geniessen kann.
Aber was ist wenn dieser Hund, der nur die Freiheit kennt, selbstbestimmt gelebt hat, es nie kennengelernt hat sich menschlicher Führung zu "ergeben", in Haus oder Wohnung "eingesperrt" zu sein und noch vieles mehr, was unsere Gesellschaft ausmacht, was ist wenn dieser Hund damit nicht zurecht kommt?
Soll er den Rest seinens Lebens, weil es der Mensch doch "nur gut meint", mit diesem Zwang und Stress leben?
"Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht"
Bei älteren Hunden, Hunde mit 6/7/8 Jahren oder älter, die die Hälfte oder mehr ihres Lebens in Freiheit verbracht haben, sind es dann nach 2-3 Jahren Eingewöhnung, welche mit Stress verbunden ist, vielleicht noch 2-4 Jahre die er halbwegs in Ruhe gelebt hat, vor seinem Tod.
Wir wollen nicht, dass solche Hunde den grössten Teil ihres Lebens welches sie noch haben, mit Stress und Druck verbringen müssen, sich irgendwo einfügen zu müssen um dann mit Glück, noch 2 halbwegs zufriedene Jahre zu haben.
Das steht einfach in keinem Verhältnis.
Mal abgesehen davon, was solche Hunde im Haus oft anrichten oder die Gefahr des Entlaufens.
Nein danke, wir lesen täglich mehrfach, vom entlaufen bis hin zum dadurch entstandenen Tod, solcher Hunde.
Darum sagen wir nein zur Vermittlung von solchen Hunden.
Was nicht heisst, dass wir jeden Hund der Angst hat vor Menschen, nicht vermitteln. Es kommt auf den Hund und sein Verhalten an.
Womit wir zum nächsten Punkt kommen an dem sich die Geister scheiden, die Vermittlung nach nur 3 Wochen (verpflichteter) Quarantäne Zeit.
Die Hunde brauchen Zeit um sich zu öffnen, um anzukommen und zu zeigen wie sie sind.
Ein mancher dieser Hunde zeigt sich anfangs misstrauisch und ängstlich, fasst aber nach einer gewissen Zeit Vertrauen und "macht den Knopf auf".
Diese Hunde dürfen selbstverständlich in ein eigenes, passendes Zuhause reisen.
10 unserer Strassenhunde leben gemeinsam auf ca. 2000m², liebevoll unser"Mafia-Rudel" genannt, weil sie sich anfangs im Grossrudel zusammen getan und ein Teil der Anlage gegen alles und jeden Verteidigt haben.
Dadurch haben sie dann ihre eigene, grosse Anlage bekommen.
Die anderen 10 leben verteilt, in anderen Rudeln und dürfen sein wie sie möchten.
Und auch hier möchten wir darauf hinweisen, dass wir sehr wohl sehen, wenn mit diesen Hunden etwas nicht stimmt und entsprechend reagieren können.
Das braucht meist Einfalsreichtum und Geschick aber man entwickelt so seine Tricks, um auch die scheuesten Hunde aus zu tricksen.
Es gibt einfach Hunde die nicht für unser gesellschaftliches Leben gemacht sind, die wirklich und wahrhaftig glücklich sind, mit ihrem "Menschen- und Sofafreien" Leben.
Das müssen wir akzeptieren, auch wenn das ein maches Menschen Herz nicht so ganz verschmerzen kann.
Auch das ist Tierliebe
Wir könnten hier, dem Verständnis halber, noch viel vertiefter ins Detail gehen aber dann wird der Text endlos.
Wie immer, wenn ihr Fragen habt, gerne her damit aber keine Verallgemeinerungen oder haltlosen Behauptungen.Denn jeder Hund ist ein Individuum und wir lassen jeden Hund ziehen, wenn es für ihn das passende gibt und ist.
Fütterung von Grossrudeln
Ein weiteres Thema auf das wir immer wieder angesprochen werden.
Wir kann man so viele Hunde im Rudel füttern ohne, dass es zu Kämpfen kommt oder ein Hund zu kurz kommt.
Nun erstmal sind Kämpfe nicht gleich Kämpfe, Hunde welche einen ausgeprägten Futterneid haben und es entsprechend ernst meinen, sind zu 99% Hunde welche auch aus anderen Gründen nicht in Rudeln leben. Jeder der ansonsten Hundeverträglich ist bekommt aber die Chance im Rudel zu leben, auch unser Ressourcen Thematiker Barnaby.
Unser Grossrudel wird aktuell in 3 Futterrinnen à 3 m gefüttert, hier wollen wir jetzt allerdings noch auf eine 4. Rinne aufstocken weil mehrere die selbe Höhe bevorzugen. Ebenso werden die Rinnen, links und rechts noch verschlossen.
Das ist simpel konzipiert 3m Dachrinne auf 3 X-Holzbeinen aufgeschraubt, in verschiedenen Höhen, so dass jeder Hund selbst entscheiden kann, welche Fresshöhe ihm am besten taugt.
Wir nutzen bewusst kein Kunststoff, da dies ziemlich schnell angekaut und zerstört würde.
Nun zur eigentlichen Fütterung.
Das Grossrudel wird jeweils zuerst gefüttert um da die Aufregung so kurz wie möglich zu halten.
Aktuell können wir zu 3. oder zu 4. füttern, was natürlich purer Luxus ist.
Heisst, Yannick stellt sich ins Rudel für den Überblick, Luena und ich kommen mit den Futtersäcken dazu und füllen die Futterrinnen.
Das läuft zügig aber nicht hektisch oder nervös ab. Die Hunde haben gelernt, dass sie sich freuen dürfen, eine gewisse Aufregung ist auch okee aber wir werden nicht bedrängt, angesprungen oder gar in den Futtersack gebissen und daran gezerrt.
Auch wird nicht vor unseren Füssen rumgetanzt.
Wir füllen zügig die Rinnen und dann sortieren sich die Hunde auch schon ein, jeder hat an seiner Lieblings Rinne seinen Lieblingsplatz und das darf auch kommuniziert werden.
Da wird geknurrt, es werden Lefzen gezogen, Zähne gezeigt und auch mal abgeschnappt.
Das ist normale Kommunikation unter Hunden und wird von uns laufen gelassen solange es souverän geschieht.
Nimt ein Hund eine Warnung von einem anderen Hund nicht ganz ernst, gibt es auch mal sogenannte Kometkämpfe.
(kurzf.: Schaukämpfe meist um Ressourcen und reicht oft um Eindruck beim Gegenüber zu erzeugen.)
Die sind kurz, laut und sehr dynamisch aber in der Regel schmerz- und verletzungsfrei. Ja ein Kratzer kann mal entstehen aber eben, Sandkastenschaufel und Nachbarskind und so
Es ist sehr gut an der Geräuschkulisse und Körpersprache zu erkennen ob Kämpfe ernst und gefährlich sind/werden oder nicht.
Auch kennen wir ja unsere Pappenheimer und wissen, wer eher mal gemahnt werden muss.
Und sollte es in diese Richtung gehen greifen wir sofort ein, das dauert auch nicht mehrere Sekunden oder länger, wir hören, sehen und erkennen das sofort und reagieren innert Sekundenbruchteilen, wenn sowas vorkommen sollte.
Was eigentlich selten ist.
Am ehesten passiert das, wenn ein neuer Hund im Rudel ist, dann sind wir aber auch von vornherein mit einer anderen Energie im Rudel.
Nimt ein Hund die Warnungen anderer Hunde mehrfach nicht ernst, wird er von uns korrigiert damit der warnende Hund nicht überfordert wird und dann überreagieren muss.
Sprich wir helfen dem warnenden Hund, dass er in Ruhe fressen kann und dem übergriffigen Hund, zu lernen, dass Übergiffigkeit nicht nötig ist und nicht toleriert wird.
Das ist manchmal eine der Gratwanderungen zwischen, "Hunde klären das selber" und "Wir unterdrücken sämtliche Kommunikation".
Zwischen diesen beiden Dingen liegt zwar ein riesiger Graben, den richtigen Moment zu erwischen ist dabei aber die Gratwanderung.
Die Hunde sollen und dürfen selber klären, solange das souverän geschieht und die jeweiligen Hunde überhaupt in der Lage sind dazu.
Nicht jeder der Hunde hier, hat die Kompetenz souverän zu klären/kommunizieren.
Diese Kompetenz ergibt sich aus angeborener Charaktereigenschaft, Stellung im Rudel und Erlebtes/Erfahrungen.
Natürlich haben auch Hunde mal schlechte Tage, das merken wir aber schon vorher und der entsprechende Hund wird mal etwas früher ermahnt "anständig" zu sein.
Es bleibt immer jemand im Grossrudel stehen bis alle ihren Platz gefunden haben und Ruhe eingekehrt ist.
Danach reicht auch von aussen mal eine Ermahnung.
Es kann auch ohne Probleme Futter in den Rinnen verbleiben ohne, dass es danach zu Problemen kommt.
Die Hunde fressen sehr gut selbstregulierend.
Hunde welche mit dem Tierheim Alltag etwas Mühe haben und sich das auf das Gewicht niederschlägt, werden zusätzlich separat, mit Nassfutter /Nudeln/Kartoffeln zugefüttert.
Was auch ein Punkt ist bei der Fütterung, wir vermeiden es zu füttern, wenn wir gestresst/genervt sind. Stress bedeutet Unruhe und wird sofort auf die Hunde übertragen.
Dann wird erst runtergefahren, einen Kaffee getrunken und nach Durchatmen gehts zum Füttern.
Die Kleinhunde Rudel haben der Anzahl angepasst Futterkisten in den Gehegen, diese werden gefüllt, kurz dabei geblieben und dann fressen auch die alleine, ohne Auseinandersetzungen.
Unsere Innenhof Hunde werden in Boxen gefüttert, da haben wir zwei Futterneider dabei und durch die Boxenfütterung können wir die anderen Hunde weiter füttern ohne, dass da jemand dabei stehen muss.
Da 4 von den 5 Innenhof Hunden nicht vermittelt werden (können) ist das auch in Ordnung als Dauerlösung. Der 5. und vermittelbare Hund, unsere Laika, hat keinen Futterneid.
Nun auch hier hoffen wir, dass es interessant und aufschlussreich ist für euch und wenn spezielle Fragen dazu sind, beantworten wir diese gerne.
Ach ja, wenn ein Hund spezielles Futter benötigt wird er selbstverständlich separat gefüttert.